Sabina Wörner
Sabina Wörners Arbeiten stehen zweifelsohne in der großen Tradition von Malerei, die sich, zwischen impressivem Erleben und expressiver Kraft angesiedelt, in der Erschaffung von Augensensationen auch als dekorativ versteht. Zu welchen Qualitäten solcher Angang führen kann zeigen die Arbeiten aus jüngerer Zeit. Nun haben sich zum Reigen der blühenden und vergehenden Pflanzen auch figürliche Szenen von Liebe und Tod eingestellt und dokumentieren eine unmittelbarere Zuwendung zu den wesentlichen Ereignissen menschlicher Existenz, den glücklichen und den schmerzhaften. Sie stehen mittlerweile gleichberechtigt neben den virtuosen, gelegentlich in ihrer direkten und schlichten Setzung aufreizenden, Blüten- und Obstarrangements. So eine Malerei, in der die gestalterischen Möglichkeiten nun alle präsent sind und die Spanne vom zarten Pastellklang zu Farbgebilden höchster Glut reicht, muss man sich trauen! Auch wenn dieser Begriff im Zusammenhang mit Wörners Arbeiten immer als relativ betrachtet werden muss: Die gelegentliche Schwere vergangener Jahre ist zurückgewichen und an ihre Stelle sind Kompositionen getreten, die sich ganz nach der Maßgabe von Motiv und Empfindung auf der Fläche verdichten und wieder auflösen.
In der Rückschau auf immerhin ein Viertel Jahrhundert kontinuierlicher Malerei darf nunmehr eine deutliche Zwischenbilanz gezogen werden: Die früh ans Licht getretene vitale Begabung der Künstlerin hat sich im Fortschreiten des Lebensweges und seiner Fährnisse kontinuierlich angereichert. Heute stehen ihre Bilder, ohne dass die Leichtigkeit entschwunden wäre, kraftvoll da wie es Malerei nur sein kann, die sich selbst als Glück begreift.
Vita:
| 1958 | Born in Schwäbisch Gmünd, Germany |
| 1978 -1979 | Freie Kunstschule, Stuttgart |
| 1979 -1985 | Study of Art and Pedagogics, Johannes Gutenberg University, Mainz |
| 1987 -1989 | Lives and works in Düsseldorf |
| since 1990 | Lives and works in Amsterdam |
Website: www.sabinawoerner.com

















